Was mich bewegt(e)

Was mich immer bewegt: Krieg

Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge zeigen überraschende Fähigkeiten beimMalen von Bildern.

 

„Aleppo is burning“

Bezirkshauptmannschaft Kufstein: Eine Vernissage in Anwesenheit von Bezirkshauptmann Platzgummer und Bürgermeister Krumschnabel

Am 8. Februar 2017 eröffnete in den Räumen des alten Bezirkshauptmannschaftsgebäudes die Ausstellung mit Gemälden von unbegleiteten in einer Kufsteiner WG lebenden Jugendlichen. Die Gemälde entstanden in wöchentlichen Mal-workshops mit der Kufsteiner Malerin Thea Barth. Sie werden noch für den Rest des Jahres zu besichtigen sein. Die gezeigten Bilder könnten unterschiedlicher nicht sein: ein johlender Wolf, ein Tiger, Blumen – und Schwarz in Rot das Inferno von Aleppo: „Aleppo is burning“. Als sensibilisierter Besucher erkennt man: Malen wirkt auch therapeutisch, denn es hilft zu bewältigen, was sonst vielleicht nicht zu bewältigen wäre. Eine gelungene Ausstellung und ein noch gelungeneres Projekt aller beteiligten Institutionen und Akteuren.

Text: Ornamental abstractions, Veronika Bernard, Kufstein

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Was mich gerade bewegt ……

Auch in meiner Kleinstadt leben unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Sie haben nur über ihr Handy Kontakt zu Familienangehörigen, müssen also irgendwie zurecht kommen. Vor allem mit ihrem Heimweh, ihrem Wunsch  nach Nähe und Geborgenheit. Was einige von ihnen erlebt haben ? Wir können uns davon keine Vorstellung machen. Eins weiß ich aber sicher: Viel Freude ist ihnen nicht beschert. IMG_3774

Damit sie wenigstens ein bisschen Freude, Lebensfreude und Selbstvertrauen haben können, brauchen sie Angebote.  Was eignet sich besser als eine Tätigkeit, bei der sie etwas gestalten können, zum Beispiel beim Malen von Bildern. IMG_3629

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Die afghanische Flagge
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Von einem Jungen, der am liebsten Blumen malt.
Was mich bewegte …und immer wieder bewegt: Naturzerstörung

„Die heutige Fracking-Technologie …..“

Die Haut der Erde, Aufschluss 7,Ausschnitt, 2013
Die Haut der Erde, Aufschluss 7,Ausschnitt, 2013,
Acryl, 110 x 90 cm – ©Bildrecht, Wien,  2018

Künstlerische Arbeit enthält für mich die Chance, Geistiges und Emotionales zusammen zu führen, bildhaft das auszudrücken, was ich mit Worten nicht zu sagen vermag. Als ich von Plänen erfuhr, durch Fracking an Öl- oder Gasvorräte zu kommen, war zuerst das Gefühl da, die Beunruhigung. So ist es oft bei mir, wenn Naturzerstörung droht. Danach folgt die gedankliche und inhaltliche Auseinandersetzung mit dem, was mich beunruhigt. In der Kunst kann ich beides miteinander verbinden. Ob meine Bilder auch andere bewegen können, ist mir während meiner Arbeit nicht wichtig.

Was mich antrieb

Die Hintergründe anlässlich der Eröffnung der Ausstellung „Die Haut der Erde“ am 04. Mai 2014 in dem Kaffeehaus „Die Bohne Tirols“ in Kufstein

In meinem Zyklus „Die Haut der Erde“ habe ich mir Boden- und Gesteinsschichten zum Thema gemacht. Meine Eindrücke von den Farben und Strukturen von Böden sowie von Schichten, Klüften, Spalten und Aufwölbungen von Felsgestein setze ich in Bildern um. Schon immer interessierte ich mich für geologische Formationen. Doch in den letzten Jahren kam etwas hinzu: Eine zunehmende Beunruhigung, ausgelöst durch schwerwiegende und vielleicht folgenschwere Eingriffe in die „Haut der Erde“ wie Stauseen und Druckstollen in Tirol, Tiefseebohrungen im Atlantik und Gas- bzw. Öl-Fracking in den USA und in Russland. Nicht immer wird verantwortungsvoll und mit der nötigen Sorgfalt vorgegangen.
Die Technikgeschichte lehrt, dass alles,
was gemacht werden kann, auch gemacht wird.

Die Haut der Erde, Aufschluss 14, Öl, Moorlauge, 2014,120x150 cm – ©Bildrecht, Wien, 2017
Die Haut der Erde, Aufschluss 14, Öl, Moorlauge, 2014,
150×120 cm – ©Bildrecht, Wien, 2018

So entstand eine ganze Serie von Bildern, alle mit dem Titel „Aufschluss“.
„Aufschluss“ nennen Geologen solche Stellen, an denen sich die Haut der Erde unserem Blick öffnet.
©Thea Barth im Mai 2016

Hochwasser als Folge des Klimawandels
Land unter, Acryl, 2010, 60×60 cm, Bildrecht, Wien, 2018

Dieses Bild entstand 2010. Immer häufiger gab es große Überschwemmungen. Man nennt sie „Jahrhunderthochwasser“, aber sie müssten eigentlich „Jahrzehnthochwasser“ heißen, denn sie kommen in immer kürzeren Abständen.

Malkurse nur noch als Einzelunterricht ( – eventuell auch mit zwei Teilnehmerinnen oder bei kleineren Bildern)

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in meinen Kufsteiner Ateliers in der Kinkstraße 13 (Festungsaufgang Südseite) oder privat in der Adolf-Pichler-Straße (Ecke Anton-Karg-Straße 13).

Farben und Pinsel sind vorhanden. Leinwände sind extra zu bezahlen oder selbst zu besorgen.

ANMELDUNGEN erbeten unter Tel.: 0676-39 702 71 oder per Mail.

Der Kontrast im Bild image2

Dieser Kurs fand im Oktober 2014 statt.

Was der Kontrast im Bild ausmacht, bemerkt man erst, wenn er fehlt. Dabei ist es gleichgültig, ob es sich um ein figürliches oder ein abstraktes Bild handelt. Sehr oft setzen wir beim Malen unbewusst den Kontrast als bildnerisches Mittel ein. Nachdem die Teilnehmer verschiedene Möglichkeiten bei der Bildkomposition erfuhren und dadurch ihren Spielraum erweitern konnten, fiel es leichter, bewusste Entscheidungen beim Malen zu treffen. Motive bzw. Themen konnten frei gewählt werden. Das Angebot richtete sich an Interessierte, die schon etwas Erfahrung in der Malerei gesammelt hatten.

Hallo, liebe Thea, vielen Dank für die schönen Fotos, die einen guten Eindruck unseres erfolgreichen Schaffens vermitteln. Mir, und ich glaube, auch allen anderen, hat das Malwochenende richtig gut gefallen und gut getan. Ich hoffe, dass sich mal wieder eine Gelegenheit dazu ergibt. Ich hab das neulich wohl gar nicht so richtig zum Ausdruck gebracht, wie gelassen, fröhlich, kompetent du mit uns umgegangen bist. Denn es ist ja nicht so einfach, zu analysieren ohne zu demotivieren, zu helfen ohne gleich den Pinsel übernehmen zu wollen, uns zu inspirieren, wenn wir „leer“ sind. Das hast du gut gemacht! Vielen Dank! liebe Grüße Christa

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Geschichten und Malen für Kinder

Am 15.03.14 las Thea Barth für kleine neugierige Zuhörerinnen und Zuhörer Geschichten vor, die geeignet waren, bei den Kindern innere Bilder von phantastischen Wesen und Umgebungen entstehen zu lassen. Hinterher durften die Kleinen mit Farben aus dem Atelier ihrer Phantasie folgend Bilder auf Leinwand malen. image3

Schauen & Lauschen im Atelier Künstler am Thiersee
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Malen mit den Kleinsten

Spannende, lustige und romantische Geschichten für Kinder im Alter von 5 bis 7 Jahren in vorweihnachtlich entspannter, ruhiger Atmosphäre. Kinder sind nicht auf das Fernsehen angewiesen, um sich selbst innere Bilder von anderen Figuren, Gegenden oder Lebensgeschichten zu machen. Im Gegenteil. – Die Zusammenstellung der Geschichten erfolgte mit Unterstützung von Thomas Weninger, Buchhandlung fein.kost in Kufstein, der auch die Kinderbücher für diesen Nachmittag zur Verfügung stellte.